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Rückblick auf unsere Jubiläumstagung anlässlich des 5jährigen Bestehens unserer SHG

 

Am 18.09.2020 war es uns möglich, die für Mai gedachte Veranstaltung durchzuführen. Im Mai, weil im Mai 2015 unsere Gruppe gegründet wurde. Damals waren es vier Personen, von denen noch zwei in unserer Gruppe sind. Eine davon ist Manuela, die Gründerin der Gruppe, die seinerzeit nach Gleichgesinnten suchte. Zunächst fragte sie Ruth Hoffmann, die Journalistin und Autorin des Buches „Stasikinder – Aufwachsen im Überwachungsstaat“ ist. Ruth Hoffmann konnte ihr helfen, in dem sie Manuela schrieb, dass es so eine Selbsthilfegruppe NOCH nicht gibt. Obgleich Manuela dachte, dass sie eine solche Gruppe nicht gründen kann, tat sie es im Mai 2015. Im Mai 2020 herrschte überall Corona und verbot eine Jubiläumstagung.

Im September konnten wir unsere Jubiläumstagung durchführen. Als Gäste hatten wir Herrn Dr. Jahn, den Leiter der BStU, Frau Ruth Hoffmann und Frau Luise Schmidt, die in Greifswald an ihrer Promotion arbeitet und jetzt an der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin tätig ist. Frau Schmidt hat eine Studie zu Stasikindern begonnen und arbeitet noch an dieser. Erste Ergebnisse stellte sie uns in der Tagung vor, die für uns als Stasikinder natürlich auch interessant sind.

Doreen und Manja stellten ihre Kunst aus. Doreen hat ihre „Opfer & Täter, Täter & Opfer Decke“ gemeinsam mit dem Kissen als Installation eingebracht. Manja stellte mehrere ihrer Bilder (Bild 05 bis 07) aus und dekorierte so eine Wand und die Fensterbretter.

Für Manuela und Gerd gab es am Ende noch eine besonders gelungene Überraschung. Beide erhielten für ihre Mühen ein Geschenk der ganzen Gruppe, worüber sich beide sehr freuten.

Es war ein schöner und interessanter Abend, an dem fast alle Mitglieder und auch zwei ehemalige Mitglieder teilgenommen haben. Damit war die maximale Kapazität des Raumes unter Corona-Bedingungen an seiner Grenze.